Die Feuerwehr Markkleeberg in der Deutschen Demokratischen Republik

Geschrieben von Mario Preller.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges brach in Markkleeberg micht nur das politische sondern auch gesellschaftliche System zusammen.

Am 18. April 1945 zogen Truppen der amerikanischen 67. Infanterie Division in Markkleeberg ein. Es wird vom Abzug der deutschen Truppen und Gefechten in Markkleeberg-West und der Lauer berichtet.

Bereits am 24. Juni 1945 zogen die amerikanischenTruppen ab und sowjetische Einheiten besetzten Markkleeberg.

In dieser chaotischen Zeit gab es die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg zwar formal aber die Kameradinnen und Kameraden kamen erst einmal nicht zum Einsatz, hielten aber immer Kontakt zueinander.
Branddirektor Franz Henning setzte sich aus Angst vor den sowjetischen Besatzungsmächten nach Westdeutschland in die Gebiete der Westallierten ab. Viele Kameraden waren im Kampf gefallen oder befanden sich in Kriegsgefangenschaft. Die Fahrzeuge und Gerätschaften der Feuerwehr wurden für Reparationszahlungen eingezogen und somit war die Feuerwehr Markkleeberg handlungsunfähig.

Eine Reorganisation des Markkleeberger Brandschutzes war notwendig. Als erstes wurde für 2 Jahre, bis 1947 ein Kommando der Berufsfeuerwehr Leipzig im Gerätehaus in der heutigen Rosa Luxemburg Straße stationiert. Das Gerätehaus des Löschzug Markkleeberg - Mitte übernahm die Stadt  in Ihren Besitz und nutze es für die Städtischen Dienste und brach den Steigerturm ab.

Nachdem die Berufsfeuerwehr Leipzig aus Markkleeberg abgezogen wurde übernahmen die Kameraden wieder ihren Dienstbetrieb als Freiwillige Feuerwehr. Als Einsatztechnik blieb nur das Büssing LF 15 und ein Tragkraftspritzenanhänger.


 1947
  • Nach Übernahme des Dienstbetrieb der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg verblieben nur wenige ehemalige Kameraden in der Feuerwehr. Die bis 1945 bestehenden drei Löschzüge formierten sich im Gerätehaus Markkleeberg - West und versahen gemeinsam Ihre Dienste
  • Die Leitung übernahm der bisherige Wehrleiter Rudolf Seiler
Rudolf Seiler 2 
 1949
  •  ab 1949 gab es die ersten politischen Strukturänderungen die auch in der Feuerwehr Spuren hinterließen. Die Organisation und der Dienstbetrieb der Feuerwehren wurde in Satzungen geregelt und die Wehrleitungen wurden gewählt. Mit Umstrukturieren der Feuerwehr in ein zentralistisches System mit einem Zentralkommando was dem Rat des Kreises unterstellt war.
 
 1952
  •  Wehrleiter Rudolf Seiler wird aus gesundheitlichen Gründen beurlaubt und Kamerad Gerhard Weinhold übernimmt die Feuerwehr kommisarisch
 Horst Weinhold 2
 1954
  •  Hochwasser in Markkleeberg, die Pleiße stand so hoch das sorgar das Rathaus gefährdet war.
 
 1956
  •  Löschgruppe Großstädteln
 
 1958
  •  Wehrleiter Gerhard Weinhold wird als Wehrleiter abgesetzt. Rudolf Seiler übernimmt bis zu seinem Tod 1961
     die Leitung der Feuerwehr
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 1959
  •  Gerhard Helbing wird als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg vom Zentralkommando eingesetzt weil Kamerad Seiler wegen Krankheit die Dienstgeschäfte nicht weiterführen kann.
 
 1960
  •  Die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg erhält für den Hochwasserschutz und die Zivilverteidigung ein Schlauchboot
 
 1962
  •  Die Feuerwehr Markkleeberg erhielt ein geländefähiges Löschfahrzeug LO Robur 1800. Genutzt wurde das Fahrzeug überwiegen zur Zivilverteidigung. Zur Unterbringung des Fahrzeuges musste das bogenförmige Einfahrtstor am Gerätehaus begradigt werden.
 
 1966
  •  das langjährige Löschfahrzeug LF 15 auf Büssing musste abgegeben werden. Als Ersatz kam ein gebrauchter Horch H3A mit einer eingebauten Heckpumpe und einem 300 Liter Wassertank.
 
 1967
  •  Im Januar 1967 wurde nahm die Kommandostelle Ost in der Bornaischen Straße ihren Dienst auf. Durch die Sperrung der baufälligen Pleißebrücke war eine Anfahrt der Feuerwehr nur über Connewitz möglich. Dieser Anmarschweg war unvertretbar so das eine Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde. Es gelang schnell Bürger zu finden die sich ehrenamtlich engierten. Die Leitung Kommandostelle wurde Paul Hempel übertragen. Als Einsatztechnik bekam die Feuerwache eine Robur LO 2500 LF8.

  • 1967 wurden in Markkleeberg Funksprechgeräte eingeführt und alle Kameraden erhielten einen Funkmeldeempfänger Typ UET 720
 
 1968
  •  Gründung einer Frauengruppe in der Kommandostelle Ost
  •  Erreichen der Leistungsstufe III im Rahmen der Bestenermittlung bei Ausbildung und Schlagkraft
 
 1969
  •  Gründung einer Frauengruppe in der Kommandostelle West
 
 1970
  • Umbau des Gerätehaus durch die Kameraden in Eigenleistung. Durch die Nutzung der Wache als Berufsfeuerwehr (1945 -47) konnte der Schlauchturm durch  Umbau des Turmes im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss nicht mehr genutzt werden. Die Kameraden bauten einen Waschraum mit Toilette, erneuerten die elektrische Anlage und bauten eine Warmwasserheizung ein.
 
1972
  • Gründung der AG Junge Brandschutzhelfer unter der Leitung von Ralph Schrott.
 
1976
  • Anerkennung der Leistungsstufe II für die Feuerwehr Markkleeberg
 
1977
  • Ausgliederung der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg auf Grund der hohen Leistungsfähigkeit und dem großen Braunkohleterritoriums aus dem Wirkungsbereich und Ernennung zur Schwerpunktfeuerwehr.
  • Die Mansschaftstärke betrug 110 Kameraden und 20 Kameradinnen.
  • Ablösung der Leistungsstufen durch den Titel - vorbildliche Freiwillige Feuerwehr - Erstmalige Verleihung an die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg.
 
1978
  • Neues Löschfahrzeug auf SIL Fahrgestell mit einem Schaumbildneranhänger.
  • Als Spezialgerät erhielt die Feuerwehr Markkleeberg ein Ventilationsgeräte auf einem Anhänger.
  • Übernahme eines Einsatzabschnitt auf der Autobahn 9
 
1982
  • Als Audruck der Wertschätzung und Annerkennung der geleisteten Dienste übergab der Bürgermeister den Kameraden der Feuerwehr eine Traditionsfahne. Auf der Fahne war das Wappen von Markkleeberg und die Aufschrift "Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr" auf der Rückseite das Staatswappen der DDR
 
1985
  • Außerdienststellung des Löschfahzeug Horch H3A
  • Übernahme eines  Löschfahrzeug  LF 16 auf IFA W50
  • Ausrüstung der Feuerwehr mit einer Drehleiter DL 20 auf IFA W 50, beide W 50 waren bereits bei der Berufsfeuerwehr im Einsatz und hatten dort ausgedient
  • Anbau einer weiteren Fahrzeughalle zur Unterbringung der Drehleiter an der Südseite des Gerätehauses
 
1987
  • Austausch des LF 8 Robur LO 1800 gegen eine LO 2500
  • Als Ersatz für den SIL bekamm die Feuerwehr Markkleeberg ein Tanklöschfahrzeug IFA W 50
 
1989
  • Angabe des SIL Tanklöschfahrzeug an das Kreisgerätelager und Anschließend an die Werkfeuerwehr Espenhain.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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