Uncategorised

Pressemeldungen der Feuerwehr Markkleeberg

24.03.2018

Verkehrsunfall Rathausstraße/ Sebastian Bach Straße

PM 06_2018

 20.07.2018  Verletzte Person und nicht alltägliche Rettung im Waldgebiet "Neue Harth"  

 PM 7 2018

 30.06.2019  14-jährige wird nach Badeunfall am Markkleeberger Strandbad-Ost wiederbelebt  PM30062019
 17.07.2019  Person vom Dach eines Mehrfamilienhauses gerettet PM17072019
 21.07.2019  Vier Einsätze am Sonntag dem 21.07.2019 PM21072019
     
     
     
     
     

 

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Liebe Kinder und Jugendliche,
die Ortsfeuerwehr Markkleeberg-Wachau, die LAG Wachau/Störmthal
und unsere unterstützenden Partner laden
anlässlich 90 Jahre Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr im Ortsteil, 
15 Jahre Gründung der Ortsfeuerwehr Markkleeberg-Wachau und dem "Tag des offenen Hofes"
ein zum:
Dorffest 2018 im Ortsteil Wachau/Auenhain
Ort: Hof und Park der Landwirtschafts AG Wachau-Störmthal, Markkleeberger Straße 60-62
Termin: 16.06.2018 09:00-17:00 Uhr Festplatzaktivitäten
20:00-01:00 Uhr Life-Band Bühnenprogramm

Also schon einmal den Termin vormerken.
Auf unserer Homepage halten wir Sie auf dem Laufenden über die geplanten Aktivitäten.
Wir sind auch immer offen für Beteiligungsangebote der Einwohner und ansässigen Gewerbetreibenden.

Kontaktanschrift:  Ortsfeuerwehr Markkleeberg-Wachau
  Dr. Christian Richter
Südweg 2
04416 Markkleeberg

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!   

Telefonisch über: 015140073468

Verschlafen ist keine Ausrede:

Der Stadtfanfarenzug Markkleeberg wird Sie an diesem Tag schon aus den Betten holen.

 Fanfarenzug 97

Aktivitäten mit festen Anfangszeiten:

 
10:00 Uhr Eröffnung auf der Bühne mit dem Oberbürgermeister und der sächsischen Erntekönigin Anja II.

Bereits ab 09:00 Uhr Wettkämpfe der Jugendfeuerwehren auf dem Kirchplatz sowie

Fußballtunier der Bambinis SV Eiche Wachau auf dem Sportplatz

 Jugend

11:00 Uhr Bühnenprogramm der Grundschule Markkleeberg-Ost

 Grundschule 15
11:00 + 12:30 + 14:00 Uhr Kommentierte Historie des
Ortsteils durch Rundfahrten mit dem „Schlendrian“
erleben. Die "Alteingesessenen" können sich erinnern
da war doch mal..... und die "Neuzugezogenen"
erfahren vielleicht erstmalig.....
Wer Gehörtes und Gesehenes vertiefen möchte, kann
sich im Schulungsraum auf dem Festgelände weitere
Bildpräsentationen ansehen.
 bahn2
12:00 Uhr Siegerehrung des Jugendfeuerwehrwettkampfes und des Fußballturniers auf der Bühne

14:30 Uhr Auftritt der Kinderfeuerwehr Wachau

 Kinder

Zur besten Kaffeetrinkenzeit 15:30-17:00 Uhr unterhält Sie das Orchester der Feuerwehr Leipzig

 orchester art

Die Kirche war und ist ein Wahrzeichen des Ortsteils. Der Verein „Kirchruine Wachau e. V.“ hat einen Stand auf dem Festgelände und zeigt außerdem 16:45 Uhr ein Video zur Kirchruine und ermöglicht 17.00 Uhr für Interessenten eine Turmbesteigung.

Kirche1kirche2

 20:30-01:00 Uhr Livemusik auf der Bühne für die,
die nicht mit dem Sandmännchen ins Bett müssen

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Ständige Angebote auf dem Veranstaltungsgelände:

 

Es muss kein Besucher Verhungern und Verdursten.

 

Feuerwehr kann auch Verzaubern; Zaubern mit Bernd Trillhaase

 Zaubern

Malen, Basteln und Schminken mit dem "Malkreis Wachau",
dem "HolzWolleSpiel"
und dem Kindergarten Wachau

 Kindermalen Spiel 15

Sie Streben nach Reichtum? Wir vergolden Ihre 2 und 5 Centmünzen und Sie haben keinen „Pfennig“ dazu bezahlt. Bringen Sie ihr Kleingeld mit.

 vergold

Präsentation unseres neuen Löschfahrzeuges LF20 und anderer Feuerwehrtechnik sowie von Technik anderer Hilfsorganisationen (THW, Malteser); es geht auch historisch mit dem Truck der Feuerwehr Markranstädt

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 Feuerwehr 21
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Kein Fest ohne Hüpfburg!
Die Jugendfeuerwehr betreut weitere Spiele
für Kinder.

 Hpfburg
Landwirtschaftstechnik alt und neu, thematische Stände
zu landwirtschaftlichen Themen
und Rundfahrten mit Erläuterungen zu den Anbauflächen

 Landwirtschaft 9

Landwirtschaft 3

„Anderen einen Strick drehen“ ist ein
negativ belegtes Sprichwort; Drehen Sie
selbst ein Seil nach historischem Vorbild
 Seildrehen1
Kleine Rundreise gewünscht?
oder einmal richtig nach oben gehen?
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Neue Kraftfahrzeugtechnik
fordert Fahrer und Feuerwehr!
Am Beispiel Elektroauto
suchen wir mit Ihnen das
Gespräch......
 ford
  Unbenannt
   
   
   
   
   
   

 

                            



 

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs brach in Markkleeberg nicht nur das politische sondern auch gesellschaftliche System zusammen.

Am 18. April 1945 zogen Truppen der amerikanischen 67. Infanterie Division in Markkleeberg ein. Es wird vom Abzug der deutschen Truppen und Gefechten in Markkleeberg-West und der Lauer berichtet.

Bereits am 24. Juni 1945 zogen die amerikanischenTruppen ab und sowjetische Einheiten besetzten Markkleeberg.

In dieser chaotischen Zeit gab es die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg zwar formal aber die Kameradinnen und Kameraden kamen erst einmal nicht zum Einsatz, hielten aber immer Kontakt zueinander.
Branddirektor Franz Henning setzte sich aus Angst vor den sowjetischen Besatzungsmächten nach Westdeutschland in die Gebiete der Westallierten ab. Viele Kameraden waren im Kampf gefallen oder befanden sich in Kriegsgefangenschaft. Die Fahrzeuge und Gerätschaften der Feuerwehr wurden für Reparationszahlungen eingezogen und somit war die Feuerwehr Markkleeberg handlungsunfähig.

Eine Reorganisation des Markkleeberger Brandschutzes war notwendig. Als erstes wurde für 2 Jahre, bis 1947 ein Kommando der Berufsfeuerwehr Leipzig im Gerätehaus in der heutigen Rosa Luxemburg Straße stationiert. Das Gerätehaus des Löschzug Markkleeberg - Mitte übernahm die Stadt  in Ihren Besitz und nutze es für die Städtischen Dienste und brach den Steigerturm ab.

Nachdem die Berufsfeuerwehr Leipzig aus Markkleeberg abgezogen wurde übernahmen die Kameraden wieder ihren Dienstbetrieb als Freiwillige Feuerwehr. Als Einsatztechnik blieb nur das Büssing LF 15 und ein Tragkraftspritzenanhänger.


 

 1947    
  • Nach Übernahme des Dienstbetriebs der Feuerwehr Leipzig als  Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg verblieben nur wenige ehemalige Kameraden in der Feuerwehr.
    Die bis 1945 bestehenden drei Löschzüge formierten sich im Gerätehaus Markkleeberg - West
    und versahen gemeinsam Ihre Dienste
  • Die Leitung übernahm der bisherige Wehrleiter Rudolf Seiler
Rudolf Seiler 2 
 1949
  • Ab 1949 gab es die ersten politischen Strukturänderungen die auch in der Feuerwehr Spuren hinterließen.
    Die Organisation und der Dienstbetrieb der Feuerwehren wurde bisher in Satzungen geregelt und die Wehrleitungen wurden gewählt.
  • Mit Umstrukturieren der Feuerwehr in ein zentralistisches System mit einem Zentralkommando
    was dem Rat des Kreises unterstellt war.
 
 1952  
  •  Wehrleiter Rudolf Seiler wird aus gesundheitlichen Gründen beurlaubt und Kamerad Gerhard Weinhold übernimmt die Feuerwehr kommisarisch
 Horst Weinhold 2
1954
  •  Hochwasser in Markkleeberg, die Pleiße stand so hoch das sorgar das Rathaus gefährdet war.
 
1956
  • In Großstädteln wurde von Jugendlichen eine Löschgruppe gegründet. Die sich aber bereits kurze Zeit später in die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg - West integrierte.
 
1958
  • Wehrleiter Gerhard Weinhold wird als Wehrleiter abgesetzt.
  • Rudolf Seiler übernimmt bis zu seinem Tod 1961 die Leitung der Feuerwehr
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1959
  • Gerhard Helbing wird als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg vom Zentralkommando eingesetzt weil Kamerad Seiler wegen Krankheit die Dienstgeschäfte nicht weiterführen kann.
 
1960
  • Die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg erhält für den Hochwasserschutz und die Zivilverteidigung ein Schlauchboot
 
1962
  • Die Feuerwehr Markkleeberg erhielt ein geländefähiges Löschfahrzeug LO Robur 1800.
  • Genutzt wurde das Fahrzeug überwiegen zur Zivilverteidigung.
  • Zur Unterbringung des Fahrzeuges musste das bogenförmige Einfahrtstor am Gerätehaus begradigt werden.
 
1966
  • Das langjährige Löschfahrzeug LF 15 auf Büssing musste abgegeben werden. Als Ersatz kam ein gebrauchter Horch H3A mit einer eingebauten Heckpumpe und einem 300 Liter Wassertank.
 
     
     
     
     

 

 


     
     
     
 

 

 
     
     
     
     
 

 

 
 

 

 
 1967
  •  Im Januar 1967 wurde nahm die Kommandostelle Ost in der Bornaischen Straße ihren Dienst auf. Durch die Sperrung der baufälligen Pleißebrücke war eine Anfahrt der Feuerwehr nur über Connewitz möglich. Dieser Anmarschweg war unvertretbar so das eine Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde. Es gelang schnell Bürger zu finden die sich ehrenamtlich engierten. Die Leitung Kommandostelle wurde Paul Hempel übertragen. Als Einsatztechnik bekam die Feuerwache eine Robur LO 2500 LF8.

  • 1967 wurden in Markkleeberg Funksprechgeräte eingeführt und alle Kameraden erhielten einen Funkmeldeempfänger Typ UET 720
 
 1968
  •  Gründung einer Frauengruppe in der Kommandostelle Ost
  •  Erreichen der Leistungsstufe III im Rahmen der Bestenermittlung bei Ausbildung und Schlagkraft
 
 1969
  •  Gründung einer Frauengruppe in der Kommandostelle West
 
 1970
  • Umbau des Gerätehaus durch die Kameraden in Eigenleistung. Durch die Nutzung der Wache als Berufsfeuerwehr (1945 -47) konnte der Schlauchturm durch  Umbau des Turmes im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss nicht mehr genutzt werden. Die Kameraden bauten einen Waschraum mit Toilette, erneuerten die elektrische Anlage und bauten eine Warmwasserheizung ein.
 
1972
  • Gründung der AG Junge Brandschutzhelfer unter der Leitung von Ralph Schrott.
 
1976
  • Anerkennung der Leistungsstufe II für die Feuerwehr Markkleeberg
 
1977
  • Ausgliederung der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg auf Grund der hohen Leistungsfähigkeit und dem großen Braunkohleterritoriums aus dem Wirkungsbereich und Ernennung zur Schwerpunktfeuerwehr.
  • Die Mansschaftstärke betrug 110 Kameraden und 20 Kameradinnen.
  • Ablösung der Leistungsstufen durch den Titel - vorbildliche Freiwillige Feuerwehr - Erstmalige Verleihung an die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg.
 
1978
  • Neues Löschfahrzeug auf SIL Fahrgestell mit einem Schaumbildneranhänger.
  • Als Spezialgerät erhielt die Feuerwehr Markkleeberg ein Ventilationsgeräte auf einem Anhänger.
  • Übernahme eines Einsatzabschnitt auf der Autobahn 9
 
1982
  • Als Audruck der Wertschätzung und Annerkennung der geleisteten Dienste übergab der Bürgermeister den Kameraden der Feuerwehr eine Traditionsfahne. Auf der Fahne war das Wappen von Markkleeberg und die Aufschrift "Vorbildliche Freiwillige Feuerwehr" auf der Rückseite das Staatswappen der DDR
 
1985
  • Außerdienststellung des Löschfahzeug Horch H3A
  • Übernahme eines  Löschfahrzeug  LF 16 auf IFA W50
  • Ausrüstung der Feuerwehr mit einer Drehleiter DL 20 auf IFA W 50, beide W 50 waren bereits bei der Berufsfeuerwehr im Einsatz und hatten dort ausgedient
  • Anbau einer weiteren Fahrzeughalle zur Unterbringung der Drehleiter an der Südseite des Gerätehauses
 
1987
  • Austausch des LF 8 Robur LO 1800 gegen eine LO 2500
  • Als Ersatz für den SIL bekamm die Feuerwehr Markkleeberg ein Tanklöschfahrzeug IFA W 50
 
1989
  • Angabe des SIL Tanklöschfahrzeug an das Kreisgerätelager und Anschließend an die Werkfeuerwehr Espenhain.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

weiter zu ...

 

In der Vereinigung der Gemeinden Oetzsch - Raschwitz, Markkleeberg und Gautzsch mit Lauer wurde mit Wirkung
zum 01.01.1934 die Stadt Markkleeberg gegründet.

Die drei Feuerwehren in den ehemaligen Gemeinden  wurde unter Leitung von Willhelm Hunger in die Freiwillige Feuerwehr
der Stadt Markkleeberg umgegliedert.

Die Gliederung sah einen Branddirektor als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr vor und jeweils 3 Kompanien die von
den Feuerwehren Gautzsch, Oetzsch und Markkleeberg - Ost gestellt wurden.

Die Freiwillige Feuerwehr Gautzsch wurde in Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg - West,
die Freiwillige Feuerwehr Oetzsch in die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg - Mitte und
die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg in Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg - Ost umbenannt.

bersicht Feuerwehr Markkleeberg 1934 1945

Nach der Eingemeindung der Orte Zöbigker mit Cospuden und Großstädteln im Oktober 1937 wurden die Feuerwehren
in die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg als 4. und 5. Löschzug eingegliedert.


 

    1934     
  • Neugliederung und Aufstellung der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg
  • Hauptmann Willhelm Hunger führt als Branddirektor die Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg
  • Franz Henning wird Hauptmann der 1. Kompanie
 
1935
  • Eine Inspektion der 1. Kompanie, am 08. September 1938 ergab, das die vorhandene Motorspritze nicht mehr dem Stand der Zeit entsprach.
  • Der Gemeinderat beschloss daraufhin die Neubeschaffung eines Löschfahrzeugs - die sich dann bis 1938 hinzog.
1925
 1936
  • Durch die Reform des Löschwesens in Deutschen Reich kam es zu neuen dienstlichen Vorgaben.

  • Die 3 Kompanien wurden 1936 endgültig zur Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg zusammengefasst, fortan führten die Kompanien die Bezeichnung Löschzug.

  • Auch neue Dienstgradbezeichnungen, Uniformen und Effekte wurden in die deutschen Feuerwehren eingeführt.
 Antreten WK 2
 1937
  • Am 01.März 1937 übergab Branddirektor Hunger die Leitung der Feuerwehr Markkleeberg an Hauptmann Franz Henning.

  • Alfred Leipnitz übernimmt die Leitung des mittlerweile 1. Löschzug Markkleeberg - West.

  • Zum 01. Oktober 1937 werden die Gemeinden Zöbigker und Großstädteln  eingemeindet und die Feuerwehren als 4. und 5. Löschzug eingegliedert.
 Franz Henning 2
 1938
  • Indienststellung eines neuen Löschfahrzeug - LF 15 vom Hersteller Büssing war zur damaligen Zeit eines der modernsten Feuerwehrfahrzeuge. Es war mit einer Vorbaupumpe und einer Tragkraftspritze ausgestattet.

  • Neu war auch eine Schiebeleiter, genormte Schläuche und die Möglichkeit zur Löschschaumherstellung.
 1937
 1939
  • Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kam es in der Feuerwehr Markkleeberg zu strukturellen uns personellen Veränderungen.

  • Branddirektor Franz Henning übergab die Leitung der Feuerwehr an Oberbrandmeister Rudolf Seiler.
  • Franz Henning übernahm als Hauptbrandmeister die Funktion des Bereitschaftsführers und Stellvertreter von Bürgermeister Martin Braun der in die Wehrmacht eingezogen wurde.
 Rudolf Seiler 2
1940
  • Auch wurden aus allen Löschzügen der Markkleeberger Feuerwehr Kameraden zum Wehrdienst eingezogen was zu erheblichen Personalproblemen führte.

  • Um die Personalenpässe zu kompensieren hielten der 1. und 2 Löschzug nun gemeinsam ihre Dienste im Gerätehaus West ab.

  • Bei den anderen drei Löschzügen kam der Dienstbetrieb ganz zum erliegen.
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1941
  • Gründung einer Hitlerjugend - Feuerschar als Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr.
 
1943
  • Am 03. Februar 1943 wurde eine Frauenhelfderinen Formation gegründet. Diese versah neben den übriggebliebenen Kameraden Ihren Dienst in der Feuerwehr.
 Kamerad Seiler mit Feuerwehrhelferinnen
1944
  • Die Zahl der Luftangriffe häufen sich und die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Markkleeberg in Leipzig eingesetzt. Aber auch Markkleeberg blieb vor Luftangriffen nicht verschont.
 Bombentreffer in der Dammstare
1945
  • Mit Ende der 2. Weltkriegs im Mai 1945 brachen auch in Markkleeberg alle Strukturen zusammen. Der Dienstbetrieb der Freiwilligen Feuerwehr kam gänzlich zum erliegen, die Kameradinnen und Kameraden hielten aber weiter Kontakt untereinander.
  • Die Reparationen forderten Ihr Tribut, sogar die Spitze vom Steigertum im Gerätehaus West wurde veräußert.
  • Die Allierten Siegermächte reorganisierten das Löschwesen und ab 1945 war im Gerätehaus West die Berufsfeuerwehr Leipzig stationiert. 
 

Auf dem Kerngebiet der heutigen großen Kreisstadt Markkleeberg gab es im 17. Jahrhundert ein dichtes Waldgebiet in dem sich die Dörfer und Rittergüter:

 Karte Amtshauptmannsschaft Borna

Ein organisiertes Feuerlöschwesen, wie wir es heute kennen, existierte zur damaligen Zeit noch nicht. Trotzdem waren sich die Güter über Ihre Verantwortung im Brandschutz bewusst. Es ist überliefert das die Gutsherren schon früh Löschmittel, Geräte und Spritzen in Ihren Gütern vorhielten um Brandgefahren abzuwehren. Neben Spritzenhäusern mit einfachen Handdruckspritzen hatte jeder Haushalt lederne Löscheimer, die an die Brandstelle getragen wurden. Jeder Einwohner half beim Brand im eigenen Dorf um das wenige was existierte zu retten oder um zu verhindern, dass der Brand sich ausbreitete.

Es lag an jedem selbst wie er sich vor Feuergefahren schützte, vorhandenen Regelungen wie beispielsweise die Sächsische Dorffeuerordnung aus dem Jahr 1775 wurde nur vereinzelt umgesetzt. Häufig führte ein großes Schadfeuer zum Umdenken der Gemeindeoberen und führte zu Verbesserungen im Feuerschutz.

Eine Notiz aus dem Jahr 1860 berichtet:

„Der Königlichen – Sächsischen Amtshauptmannschaft Borna hat für Gautzsch mit Lauer eine auf Basis der Dorffeuerordnung vom 18.02.1775 und deren Ausführungsverordnung von 1835 erarbeiteter Feuerlöschordnung bestätigt.“

Für die Rekrutierung von Löschmannschaften gab es Vorgaben der verschiedensten Art., so z.B. Pflichtfeuerwehren. Diese Vorgaben wurden auch nur entsprechend der vorliegenden zwingenden Notwendigkeiten in die Tat umgesetzt. Schon damals war das Feuerlöschwesen – nicht anders als heute – eine Frage des Geldes!

Die damaligen Gemeinden standen finanziell sehr schwach da, so dass zum Aufbringen der Gelder für das Löschwesen, Geldgeber wie Gutsbesitzer keinen unerheblichen Anteil beitrugen.


In der Mitte des 19. Jahrhundert vollzog sich in Deutschland eine Organisation des Feuerlöschwesens. Es wurden Pflichtfeuerwehren rekrutiert die dem jeweiligen Gemeindevorstand unterstanden.

In der Region der heutigen großen Kreisstadt Markkleeberg gab es insgesamt neun Pflichtfeuerwehren.

Status

Gründung

Gemeinde

Verbleib

Pflichtfeuerwehr

 unbekannt

Cospuden

 unbekannt

Pflichtfeuerwehr

 unbekannt

Gaschwitz

 unbekannt

Pflichtfeuerwehr

ca. 1860

Gautzsch

ging in die 1897 gegründete Freiwillige Feuerwehr Gautzsch auf

Pflichtfeuerwehr

ca. 1860

Großstädteln

ging in die 1925 gegründete Freiwillige Feuerwehr Großstädteln auf

Pflichtfeuerwehr

ca. 1876

Markkleeberg

ging in die 1897 gegründete Freiwillige Feuerwehr Markkleeberg auf

Pflichtfeuerwehr

 unbekannt

Oetzsch

ging in die 1894 gegründete Freiwillige Feuerwehr Oetzsch auf

Pflichtfeuerwehr

ca. 1860

Prödel

unbekannt

Pflichtfeuerwehr

 unbekannt

Wachau

 unbekannt

Pflichtfeuerwehr

 unbekannt

Zöbigker

 unbekannt

 

Das Pflichtfeuerwehrwesen ist als Institution der Gemeinde zu verstehen. Bei Feueralarm hatten sich alle männlichen Einwohner, im Alter von 18 – 36 Jahre einer Gemeinde am Gemeindeamt einzufinden. Der Gemeindevorstand war Kommandant der Pflichtfeuerwehr und leitete den Einsatz. Ziel der Pflichtfeuerwehren war es die Ausbreitung des Feuers zu verhindern und die Flammen mittel Feuerspritze und Eimerketten zu löschen. Die Löschgeräte wurden in einem Spritzenhaus gelagert und jeder brachte noch zusätzlich Löscheimer zur Brandstelle.

Zur Brandstelle ging es meist im schnellen Schritt. Je nach Bauart der Spritze wurde diese von Pferden oder per Hand gezogen. Die ansässigen Gutsbesitzer waren verpflichtet die Pferde für die Spritze zu stellen.

Eine Notiz vom 27. Mai 1861 berichtet, das Gautzsch eine Handdruckspritze, Fabrikat Jauck besitzt. Auch die Gemeinden in näherer Umgebung, die heutigen Stadtteile, rüsteten ihre Feuerwehren auf. Die Feuerspritzen verblieben in den Gemeinde  mehrere Jahrzehnte und leisteten zuverlässig Ihren Dienst.

 1897 2  anzeige jauck


Zum Ausbildungs- und Übungsdienst der Pflichtfeuerwehren kann nur so viel gesagt werden, das dieser nicht den rapiden steigenden Anforderungen während der so genannten Gründerzeit des deutschen Kaiserreiches entsprach und das bei zahlreichen Ereignissen sich zeigte, das ein organisiertes Feuerlöschwesen geeigneter war um Schadfeuer zu bekämpfen .

Die jeweils zuständigen Gemeindevorstände luden die Wehren zu Ausbildungen und Übungen, sowie zu den Spritzenproben in  nur größeren Zeitabständen ein, wodurch die Wehr im Einsatzfall nur wenig effektive Schlagkraft erlangte.

Die heutige große Kreisstadt Markkleeberg entstand aus Gemeinden, die durch den Abbau der Braunkohle für immer verloren sind oder heute bekannte Stadtteile sind.

Der nachfolgende Abschnitt ist ein kleiner Überblick über das Feuerlöschwesen der ehemaligen Orte die heute teilweise als Stadtteile in der Großen Kreisstadt Markkleeberg zu finden sind.

 

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