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Von einer Pflichtfeuerwehr zur Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Gautzsch

Die heutige Stadtteil und die ehemalige Gemeinde Gautzsch war eines der ältesten Orte im Leipziger Umfeld.
Die erste Erwähnung geht auf das Jahr 961 zurück.

Um das Jahr 1880 soll die Pflichtfeuerwehr Gautzsch mit Lauer eine 15 Mann starke Mannschaft gehabt haben. Wann die Pflichtfeuerwehr gegründet wurde ist derzeit unbekannt. Das Spritzenhaus stand im Keeschen Gut, dem heutigen Keeschen Park.

 1880     
  • Unterlagen ergeben das es in der Gemeinde Gautzsch eine Pflichtfeuerwehr gibt.

  • Das Spritzenhaus befand sich im Keeschen Park und alle männlichen Bürger (bis auf wenige Ausnahmen) waren verpflichtet sich bei Feueralarm am Spritzenhaus einzufinden.

  • Feueralarm wurde durch läuten der Glocken in der Martin Luther Kirche ausgelöst und der Gemeindevorstand leitete jeweils die Einsätze

  • Die Gautzscher Gutsbesitzer waren verpflichtet bei Feueralarm, Pferde zum Spritzenhaus zu bringen, um die vorhandene Feuerspritze an die Brandstelle zu brinden

  • 1861 wurde für die Gemeinde Gautzsch eine Feuerspritze der Leipziger Firma Jauck beschafft
1897 2
 1897
  • Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Gautzsch in Matthäis Gasthof am 03. Juli 1897

  • Die Leitung der Wehr wurde Gutsbesitzer Johann Karl Rohland übertragen

  • Grund zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr war Brand der Gautzscher Mühle 1897. Die Pflichtfeuerwehr war mit ihrer unzulänglichen Ausbildung und fehlenden Strukturen nicht in der Lage das Feuer erfolgreich zu bekämpfen.
 KarlRohlang 2
 1900
  •  Die Feuerlöschordnung unter Einbeziehung der Freiwilligen Feuerwehr trat am 02. Januar 1900 in Kraft.
 Feuerlschordnung titel

 1907

  • durch Unterstützung von Gautzscher Unternehmen, Betrieben und Stiftungen wurde die Wehr, neben der vorhandenen   Feuerspritze mit einer mechanischen Leiter und einem Gerätewagen ausgerüstet.

  • nach den Entwürfen des Architekten Hans Schindler wurde begonnen ein Feuerwehrdepot zu bauen.
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 1908
  •  Einweihung des Feuerwehrdepot in der heutigen Rosa Luxemburg Straße 11a,
    am 10. Oktober 1908
 Depot Gautzsch
1910
  • In Gautzsch fand am 26. Juni 1910 der 18. Verbandstag des Leipziger Feuerwehrverbandes statt.
  • Die Veranstaltung begann morgens früh um 5:00 Uhr mit einer Morgenmusik.

  • Um 10:30 Uhr fand im großen Saal des Altes Gasthof die Verbandsitzung statt.
  • Nach der Sitzung konne "nach Karte" Mittag gegessen werden.
  • Im Anschluss konnte das neu Feuerwehrgerätehaus besichtigt werden.

  • Um 14:00 Uhr stellte sich die Teilnehmer auf dem Übungsplatz der Feuerwehr in der Schulstraße zu Abhaltung eines anschließenden Festumzug durch den Ort.
  • Nach dem Festzumzug wurde die Freiwillige und Pflichtfeuerwehr zu einer Übung mit Sturmangriff alarmiert.
  • Ab 16:00 Uhr wurde in den Neuen Gasthof zu einem Festball geladen.
 verbandtag Gautzsch
 1912
  • Richard Türpe, 1. Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Gautzsch übernimmt von Karl Rohland das Amt als Wehrleiter 
 Richard Tuerpe 2
 1922
  • Willhelm Hunger übernimmt von Richard Türpe das Amt als Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Gautzsch 
 Willhelm Hunger 2
 1925
  • Im Jahr 1925 begann bei der Freiwilligen Feuerwehr Gautzsch die Motorisierung. 
  • Ein Beitrag in den - Leipziger Neusten Nachrichten - vom 08. Oktober 1924  von Großstädtelner Bürgermeister Martin Barth sorgte für Diskussionen, das durch die hohen Brandschadensummen eine Motorisierung der Feuerwehr unvermeidbar wäre.
  • Auch der Gautzscher Wehrleiter Willhelm Hunger wirkte stark auf die Motorisierung der Feuerwehren hin.
  • 1925 konnte der Freiwilligen Feuerwehr Gautzsch die erste Motorspitze - eine GAF Überland Feuerspritze Typ AUL 2 mit Schlauchanhänger übergeben werden.
    Die Anschaffung kostete die Gemeinde 17.000 Mark und das Fahrzeug wurde als "Bezirksfeuerspritze" für den überegionalen Einsatz verpflichtet.
    Das Fahrzeug wurde von der Firma Fischer aus Görlitz ausgebaut und wurde in der Wehr auch "Fischer Spritze" genannt.
 1925
1932
  • Im Jahr 1932 wurde der Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Gautzsch mit einem Mannschaftstransportwagen ausgerüstet. Das Fahrzeug vom Fabrikat N.A.G. Szawe war für sieben Personen ausgelegt.
  • Die neben der Freiwilligen Feuerwehr Gautzsch bestehende Pflichtfeuerwehr Gautzsch wurde aufgelöst.
 Gertewagen
 1934
  •  Am 01.01.1934 erfolge die  Vereinigung der Gemeinden Oetzsch-Markkleeberg und Gautzsch zur Stadt Markkleeberg.
  • In diesem Zusammenhang wurde auch das Feuerlöschwesen reformiert. Die Freiwilligen Feuerwehren in der neue gegründeten Stadt schlossen sich zur Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg zusammen.
 

In einem statistischen Bericht der Gemeinde Markkleeberg aus dem Jahr 1880 ist zu lesen:

Zöbigker mit Cospuden (Cospuden wurde 1885 zu Zöbigker eingemeindet)

Im Jahre 1860 besitzt besitzt Zöbigker eine Handdruckspritze. Am 15. September 1861 erließ die Gemeinde ein Spritzenregulativ, unterzeichnet von:

  • Karl Jakob Kees
  • Johann Gottlob Merkel
  • Abraham Voigt
  • Friedrich Staub
  • Karl Klinger
  • Gottlob Kröber
  • Willhelm Petri
  • Karl Heinrich Rodeck
  • Gottlob Eichhorn
  • Karl Pönicke
  • Christian Pflister

Im Juli 1880 bestand eine Pflichtfeuerwehr mit 20 Kameraden, eine Neugründung der Pflichtfeuerwehr erfolgte 1907.
Laut einem Inventarverzeichnis von 1924 besaß die Gemeinde eine Handdruckspritze und einen Mannschaftswagen.

Handdruckspritze Zbigker

Die Freiwillige Feuerwehr Zöbigker wurde im Jahr 1926 gegründet. Das genaue Datum ist leider nicht bekannt, genauso wer zur Gründung die Leitung der Feuerwehr übernommen hat. Ein Eintrag im Protokollbuch der Freiwilligen Feuerwehr Gautzsch vom 28. Juli 1934 nennt den Schumachermeister Kurt Arnold als Hauptmann.

Als Gerätehaus diente das heutige Nebengebäude des Grundstücks in der Dorfstraße 27. An Geräten war die Wehr in Besitz von einer Handdruckspritze, einem motorisiertem Mannschaftstransportwagen und später einer Motorspritze zum Anhängen.

Ab der Eingemeindung der Gemeinde Zöbigker in die Stadt Markkleeberg am 01. Oktober 1937 versah die Wehr ihren Dienst als IV. Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Markkleeberg.

Der Zweite Weltkrieg ging nicht spurlos an den Zöbigker Kameraden vorrüber. Der Dienstbetrieb kam zum Erliegen und konnte auch nach 1945 nicht wieder aufgenommen werden. Vom Verbleib der Löschgeräte, bis auf die Handdruckspritze, ist nichts bekannt. Diese wurde zur Bundmetallgewinnung für Kriegszwecke 1942 verschrottet.

Auch Cospuden, als Ortsteil der Gemeinde Zöbigker, war im Besitz einer Handdruckspritze sie sich im Besitz der ansässigen Ritterguts befand.

Die Gemeinde Prödel wurde im Jahr 1925 in die Gemeinde Zöbigker eingemeindet.
Von einer Freiwilligen Feuerwehr in Prödel ist aktuell nichts bekannt. Nur ein einziges Foto vom Spritzenhaus der Pflichtfeuerwehr Prödel ist in den Archiven erhalten geblieben.

Auch die personelle Struktur ist eine große Lücke in der Chronik der Feuerwehr Markkleeberg. Bekannt ist nur das Kamerad Otto Scguricht die Funktion des Hauptmanns, für die 13 Mann starke Truppe übertragen bekam.

Spritzenhaus Prdel